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# Büro 4.0 – mein Beitrag im Haufe Arbeitsschutz Office (Teil 2)

Lebensqualität erkennen, benennen und gestalten
Herausgegeben von in Arbeitswelt 4.0 ·
Nichts ist stetiger als der Wandel – digitale Evolution oder Revolution? (HI11528218)

Entwicklungsstufen im Büro (HI11528219)

Tab. 1 gibt einen guten Überblick über die Veränderungen, die als Folge der industriellen Entwicklung im Bürobereich stattgefunden haben.



Tab. 1: Vom Büro 1.0 zum Büro 4.0
Tipp: 4.0 selbst erleben! Direkt in der Praxis besonderer Unternehmen. Infos und Anmeldung hier.

Rahmenbedingung Technik (HI11528220)
Die folgenden Elemente sind zentrale Eigenschaften des Arbeitens 4.0:
                 •    Digitalität: Analoges kann digitalisiert werden, steht damit weltweit in Echtzeit zur Verfügung und kann gemeinsam zeitgleich bearbeitet werden. Die Antwort auf die Frage "Was wird denn wohl alles digital?" ist einfach: Alles, was digital erfassbar und als Prozess digital abbildbar ist, wird voraussichtlich digitalisiert, unabhängig davon, ob es wirklich sinnvoll ist. Viele Stellen von Sachbearbeitern mit Routineaufgaben werden damit wegfallen – dieser Prozess ist bereits in allen Branchen voll im Gange.
                 •    Konnektivität: Voraussetzung, um im digitalen Zeitalter am digitalen Workflow teilzunehmen, was für bestimmte Arbeitsaufgaben auch die notwendigen Bandbreiten für den reibungslosen Datenfluss voraussetzt. Der Begriff beschreibt informationstechnisch die Art und Weise einer Verbindung, die Fähigkeit, eine Verbindung herzustellen, bzw. die Verbindungsdichte im Netzwerk. Entscheidend ist jedoch die damit verbundene Möglichkeit der sozialen Vernetzung der Menschen in Netzwerken. Das schafft neue Kommunikations- und Informationsstrukturen und so neue Formen der Gemeinschaft, der Zusammenarbeit und Geschäftsmodelle.
                 •    Vernetzung: Chance zur Interaktion zwischen Menschen, Mensch und Maschine und von Maschine zu Maschine. Die Vernetzung ist eine Folge aus den 3 anderen Punkten und damit abhängig von deren Qualität. An dieser Stelle verändert die Vernetzung gewisse klassische personale und prozessuale Strukturen.
                 •    Erreichbarkeit: Folge der 3 anderen Bedingungen. Für das Online-Business ein Segen, wenn z. B. über Facebook potenzielle Interessenten zielgenau erreichbar sind und über automatisierte Prozesse in Kunden umgewandelt werden können. Für Beschäftigte und Selbstständige kann sie hingegen ein Fluch sein, wenn sie auch außerhalb der Büros, der Geschäftszeiten und über Notebook, Tablet und Smartphone sogar im Urlaub erreichbar sind. Die Folge sind psychische Belastungen.
Digitalität und Vernetzung ist Mittel zum Zweck im Dienste des Menschen und nicht Selbstzweck. Der Umgang damit ist also entscheidend.

Digitale Kompetenz entscheidend (HI11528221)
Neben den technischen Voraussetzungen spielt jedoch die digitale Kompetenz des Einzelnen, des Teams, des Unternehmens und der Gesellschaft eine wesentliche Rolle.
Das Gesellschaftssystem ist so leistungsfähig wie
                 •    das schwächste Glied oder
                 •    die schwächste Schnittstelle zwischen den einzelnen Gliedern.
Die konkreten Glieder sind:
Mensch:
                 •    ergreift die Chancen nicht, im Sinne des "lebenslangen Lernens" seine digitale Kompetenz zu entwickeln,
                 •    nutzt die zur Verfügung stehenden Arbeitsmittel nicht gesund und richtig,
                 •    teilt sein Wissen nicht und arbeitet statt miteinander nur neben- oder gar gegeneinander.
Arbeitsplatz:
                 •    wird den Notwendigkeiten der Arbeitsaufgabe nicht gerecht, z. B. flexible Anpassung auf wechselnde Mitarbeiter (Desksharing) bzw. unangepasst an die Arbeitsszenarien,
                 •    erfüllt keine ergonomischen Grundsätze, wie z. B. wechselnde Arbeitshaltungen (Sitz-Steh-Dynamik),
                 •    ist mobil, ermöglicht aber keine ergonomische Haltung, z. B. auf langen Zugfahrten oder bei der Arbeit im Hotelzimmer.
Raum/Büroform/Gebäude:
                 •    weist akustische und visuelle Störungen auf,
                 •    bietet keine Rückzugsmöglichkeiten (offene Bürolandschaften),
                 •    weist zu wenig und/oder falsch eingerichtete Räume (z. B. Besprechungs- oder Projekträume) auf.
Kommunikation und Organisation:
                 •    Prozess, der analog-digitale Workflowbrüche und eine fehlende transparente Kommunikation aufweist,
                 •    Führungskraft, die nicht gesund führt und zwar über Fachkompetenz, aber über keine digitale Führungskompetenz verfügt,
                 •    neue Büroformen, wie Open Space und Desksharing, die übergestülpt werden.
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen:
                 •    Digitalisierungsgrad,
                 •    Aus- und Weiterbildungssystem,
                 •    gesetzliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft.
Die Schnittstellenoptimierung und die Förderung der digitalen Kompetenz durch ergonomische Arbeitsgestaltung hat deshalb größten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit, die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit des Unternehmens und der Mitarbeiter.

Praxis-Tipp
Wo steht Ihr Unternehmen im digitalen Wandel 4.0?
Was sind die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens? Spüren Sie Ihr Potenzial für Verbesserungen auf! Ein erfolgreiches und gesundes Unternehmen entsteht nicht durch Zufall. Der INQA-Check "Gute Büroarbeit" unterstützt Sie dabei, Ihre Potenziale zu nutzen, Herausforderungen aktiv anzugehen – und Krisen zu meistern.

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